Hof Bullerby
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Traumapädagogik

Tiergestützte Resilienzförderung - insbesondere geeignet für Kinder mit Traumafolgeerscheinungen und problematischem Bindungsverhalten

Resilienz ist ein Begriff, über den man im pädagogischen und therapeutischen Zusammenhang immer öfter stolpert. Hierbei geht es sozusagen um das psychische Immunsystem oder die innere Widerstandsfähigkeit.

 

Als kindbezogene/personale Schutzfaktoren sind z.B. folgende zu nennen:

  • ein positives Selbstkonzept/Selbstwahrnehmung
  • soziale Kompetenzen
  • Selbstwirksamkeitsüberzeugung
  • aktive Bewältigungsstrategien
  • gute Kommunikationsfähigkeit
  • umgängliches Temperament

 

Unter umgebungsbezogenen Schutzfaktoren versteht man u.a.:

  • ein sicheres Bindungsverhalten zu mindestens einer stabilen Bezugsperson
  • Lehrperson als Modell
  • Zugehörigkeit
  • soziale Unterstützung und
  • positive Rollenmodelle.

 

Resilienz wird durch das Wachsen an realistischen Herausforderungen und dosierten Belastungen gestärkt. Resilienzförderung schafft die Balance zwischen notwendigem Schutz und Vertrauen in die Fähigkeiten des Kindes. Es ist wichtig, die Talente und Ressourcen des Kindes zu entdecken und gegebenfalls zu aktivieren. Dem Kind einen Blick auf seine Fähigkeiten zu ermöglichen, diese auszubauen und das Gefühl, sich auf diese verlassen zu können, ist wichtiger Bestandteil der Arbeit. Durch eine angemessene Begleitung und Unterstützung in herausfordernden Situationen, wird dem Kind geholfen, Bewältigungsstrategien zu entwickeln, Stärken zu entdecken und so Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen zu fördern und zu einer Selbstwirksamkeitsüberzeugung zu gelangen. Dies ist besonders wichtig, da traumatische Erfahrungen mit einem Gefühl der Ohnmacht einhergehen und als Folge oftmals ein nachhaltiges Gefühl von Machtlosigkeit hinterlassen. Selbst wirksam sein zu können, bedeutet, Einfluss nehmen zu können und wieder mächtig zu sein. Hilflosigkeit, also keine Hilfe in bedrohlichen Situationen zu erfahren, ist ebenfalls ein Gefühl, das mit traumatischen Erfahrungen einhergeht. Auf behutsame Art und Weise neue, positive Erfahrungen machen zu können, ist von großer Bedeutung für traumatisierte Kinder. Das Wissen, dass das Kind Hilfe bekommt, wenn diese nötig ist und die Fähigkeit diese einzufordern, also auch das Vertrauen in andere Menschen und deren „Wohlgesonnensein“ zu haben, in Beziehung gehen zu können, sind Ziele in der Resilienzförderung. Dies sind die wichtigsten Schutzfaktoren, die Kindern für den konstruktiven Umgang mit den Herausforderungen des Lebens vermittelt werden müssen. Auch körperliche Gesundheit wird als ein Resilienzfaktor gesehen. Den Körper wahrzunehmen, ein Körpergefühl zu entwickeln und den Körper gut versorgen zu können sind hierfür Grundvorraussetzung. Deshalb gehören zur Resilienzförderung auch die Körperwahrnehmung zu stärken, Körperentspannung zu ermöglichen und körperliche Bewegung.

 

Die genannten realistischen Herausforderungen und dosierten Belastungen ergeben sich im angeleiteten Kontakt und im Umgang mit den Tieren auf ganz natürliche Art und Weise. Durch ihren hohen Aufforderungscharakter motivieren die Tiere die Kinder zur Mitarbeit und dazu ein Ziel erreichen zu wollen (z.B. mit dem Esel bei einer Wanderung die große Treppe zu meistern). Aber auch Frust und Niederlagen können mit den Tieren leichter verarbeitet werden.

 

Ein problematisches Bindungsverhalten ist eine häufige Traumafolgeerscheinung und kann es erschweren, ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen. Ist ein Kind nicht sicher gebunden, hat es in schwierigen Situationen nicht die Möglichkeit sich durch eine Bezugsperson beruhigen zu lassen. Dies bedeutet Stress und damit einhergehend die verminderte Fähigkeit angemessene Lösungs- bzw. Bewältigungsstrategien zu erproben. Da Kinder ihr erlerntes Bindungsmuster erst einmal auf jeden Menschen anwenden, kann es schwierig sein, eine vertrauensvolle Beziehung mit einem Kind, das problematische Bindungsmuster zeigt, aufzubauen und es in herausfordernden Situationen zu unterstützen. Gerade eine vertrauensvolle, sichere Beziehung ist jedoch die Basis für viele positive Resilienzfaktoren. Kinder übertragen ihren Bindungsstil nicht auf Tiere, die aber zeitgleich vollwertige Beziehunsgegenüber darstellen. So kann das Kind vollkommen neue Beziehungserfahrungen sammeln. Über die annehmbare Zuneigung der Tiere wird Selbstwertgefühl aufgebaut. Durch die soziale Unterstützung der Tiere kann das Kind schwierige Situationen leichter meistern (--> aktiviertes Bindungssystem wird in aufregenden Situationen zugunsten eines entspannten explorativen Verhaltens beruhigt) und insgesamt selbstbewusster und resilienter werden.

 

Zusammen mit meinem psychologischen und traumapädagogischen Fachwissen und angewandten Methoden aus diesen Bereichen stellt die tiergestützte Resilienzförderung eine wirksame Maßnahme für traumatisierte Kinder und Kinder mit problematischem Bindungsverhalten dar.

 

Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich die Dauer einer Einheit von 1 ½ Stunden empfiehlt. Angemessen ist ein Mindestzeitraum von 10 Terminen. Aber auch die langfristige Begleitung hat sich als sinnvoll herausgestellt. Die Kosten betragen 40€ pro Zeitstunde.

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